Profil

Der Studiengang „Kultur und Management“ Görlitz hat sich bewährt.

Er wurde 1997 gegründet, seine Absolventen sind an zahlreichen Stellen Europas tätig, oft in Führungspositionen.

Der Generaldirektor der UNESCO, Federico Mayor, übernahm die persönliche Schirmherrschaft mit einer bemerkenswerten Begründung: „Mobilizing support for the arts has become an art in itself. It calls for individuals combining economic flair, a grasp of social legislation, familiarity with an increasingly diverse cultural scene, and an uncompromising commitment to meticulous organization“.

1996 hatte das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen die Implementierung des Sächsischen Kulturraumgesetzes abgeschlossen. Sachsens Kommunen hatten nun Geld für ihre Theater, Opernhäuser, Museen und Bibliotheken. Was fehlte, war ein frischer Wind in den Einrichtungen und Bezug auf das neuverbundene Europa. 1997 wurde deshalb der Studiengang Kultur und Management (damals Diplom-Kaufmann FH) durch die Hochschule Zittau und das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen eröffnet. Gleichzeitig wurde das (informelle) European Network Culture and Management geschaffen, das in der Zwischenzeit Görlitz unter anderem mit der Jagiellonen-Universität Krakau, der Universität Nantes, der Universität Neapel, der Universität Pécs und vielen anderen verbindet (siehe Netzwerk).

Der Studiengang Kultur und Management Görlitz ist der einzige Kulturmanagement-Studiengang Deutschlands, der an einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt ist. Das Curriculum verbindet je zur Hälfte die Hauptfächer Wirtschafts- und Kulturwissenschaften. Auf die Verbindung beider Fachgebiete in Forschungsseminaren, Ringvorlesungen und Praxisprojekten wird besonderer Wert gelegt.

Lehrgebiete sind insbesondere:

–Kulturökonomie (BWL, VWL, Marketing, Kulturstatistik, Personalmanagement etc.)
–Kulturpolitik, Kulturgeschichte, Kunstwissenschaften
–künstlerische Praxis.

Schirmherrschaft

UNESCO - Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur

Besonderheiten

– Überblicksvorlesungen Kulturgeschichte und Kunstwissenschaften (Literatur, Musik, Theater, Bildende Kunst etc.), 4 Semesterwochenstunden pro Semester
– kostenfreie Sprachkurse in Polnisch, Tschechisch, Russisch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Englisch, 4 Semesterwochenstunden pro Semester
– Integration der Künste in das Studium in Künstlerischen Workshops jede Woche unter Anleitung renommierter Künstler (Konzeptkunst, Musik, Tanz, Literatur, Film etc.)
– zahlreiche Projekte in studentischer Verantwortung, darunter die Zyklen „Sommerschule der Künste“ 2002-2010 und „Natur trifft Musik“ 2011 ff
– Kunstfeste in jedem Semester. Zum Beispiel am 12.01.2013 zum Thema „Shanzai – Das Original der Kopie“ (Dokumentation HIER)
– Integration internationaler Forscher in das Studium (HIER und HIER)
– Eigenes Studienhaus mit künstlerischen Laboren und ungewöhnlich guter Akustik (Haus Klingewalde)
– Gastvorlesungen des Ost-West-Kollegs fast wöchentlich im Semester
– Auslandspflichtstudiensemester (im 5. Bachelorsemester bzw. im 3. Mastersemester), Verlängerung auf jeweils ein Jahr möglich
– Große Exkursionen und Tagesexkursionen mehrmals im Semester (nach Rom, Venedig, Nizza, Košice, Prag, Breslau, Krakau, Berlin, Dresden, Kassel-documenta oder in die kulturgeschichtlich reizvolle Umgebung von Görlitz)

Die Befähigung zu einem Tätigwerden in und für Europa zählt zu den Grundintentionen des Studienganges. Eine besondere interkulturelle Befähigung wird erreicht durch die zahlreichen Auslandsbeziehungen, durch Gastdozenten und Gaststudenten sowie durch Dual-Degree-Programme mit der ungarischen Kulturhauptstadt 2010 Pécs und der französischen Loire-Metropole Nantes.
Die von der Akkreditierungskommission hervorgehobene wissenschaftliche Qualität des Studiengangs Kultur und Management Görlitz beruht wesentlich auf den zahlreichen Forschungsarbeiten der Professoren, regelmäßig unter Einbindung interessierter Studenten.