Entwicklungsplanung

Stärkung der Innenstadt von Landsberg am Lech durch Aufwertung der kulturellen Infrastruktur und Erhalt und Entwicklung der einschlägig genutzten Baudenkmäler

Im Auftrag der Stadt Landsberg am Lech

Die Große Kreisstadt Landsberg (28.000 Einwohner) liegt am Mittellauf des Lechs im bayrisch-schwäbischen Alpenvorland an der alten Straße zwischen Italien und Augsburg, 56 km westlich von München. Der Lechrain war bedeutender Schauplatz in der Völkerwanderungszeit und großer Heeresversammlungen in der Kaiserzeit (Ungarn 955). Unter Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern, gewann die „Landespurch“ oder „Landesperch“ auf der östlichen Seite des Lechrains territoriale Schutzfunktion. Als wichtiger Knotenpunkt der Salz-, Getreide- und Tuchstraßen florierte Landsberg. Viel später, 1924, sollte Adolf Hitler in der Festungshaft hier Teile von „Mein Kampf“ schreiben, nach dem 2. Weltkrieg wurden tausende von Displaced Persons von den Allierten in Landsberg untergebracht. Die gut erhaltene Innenstadt beeindruckt durch ihre beachtlichen Kunst- und Baudenkmäler ebenso wie durch das lebendige Kulturleben mit seinem breiten bürgerschaftlichen Engagement .

Das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen (IKS) erarbeitete im Jahr 2011 eine umfassende Entwicklungskonzeption. Ziel war eine weitere Aufwertung der kulturellen Infrastruktur. Wie ist das Verhältnis der kulturellen Akteure in Kommune, Staat, Kirche, Zivilgesellschaft und Marktwirtschaft? Wie kann die Nutzung der Baudenkmäler optimiert werden? Was wären günstige Verhältnisse zwischen institutioneller und Projektförderung? Eine solide kommunale Haushaltsführung in den vergangenen Jahren erleichterte es, an diese und weitere Fragen gelassen heranzugehen.

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Matthias Theodor Vogt unter Mitwirkung von Isabell Ehrlicher, Amandine Laïk, Carolin Eisner, Ulf Großmann: Kultur für Landberg. Stärkung der Innenstadt durch Aufwertung der kulturellen Infastruktur sowie Erhalt und Entwicklung der einschlägig genutzten Baudenkmäler. Görlitz 2012. [Sonderdruck, 415 Seiten]
[online: http://kultur.org/Doi101696/vogt-2012a.pdf]